

Baselbieter Kettenjura
Aufwertung der naturnahen Kultur-Landschaft Schönthal–Paradiesli–Rehag mit ihren wertvollen, artenreichen Lebensräumen
Im Kettenjura bei Langenbruck und Waldenburg BL liegt eine reich gegliederte Landschaft mit steilen Hängen, engen Taleinschnitten und einem faszinierenden Mosaik aus naturnahen Wäldern, Weiden und Wiesen.
Die Kulturlandschaft ist uralt — das Kloster Schönthal und die Ruine Waldenburg zeugen von ihrer langen Geschichte. Flurnamen wie Paradiesli, Ankenballen und Schönthal belegen die tiefe Wertschätzung dieser einzigartigen Naturwerte.
Der Verein Landschaftsparadies wurde eigens für dieses Projekt gegründet, initiiert vom Forstbetrieb beider Frenkentäler, Pro Natura Baselland und BirdLife Schweiz — um diese wertvolle Landschaft mit ihrer Biodiversität zu erhalten und gezielt aufzuwerten.
Das gesamte Gebiet liegt im BLN-Gebiet 1012 Belchen-Passwang — eine Landschaft von nationaler Bedeutung. Trotz bestehender Schutzgebiete sind viele Arten auf kleine Restpopulationen zurückgedrängt.
Das Projekt setzt auf vielfältige Massnahmen: Waldränder aufwerten, lichte Wälder schaffen, Feldgehölze durchlässig gestalten und die Vernetzung zwischen wertvollen Lebensräumen deutlich verbessern — für ein langfristiges Überleben seltener Tier- und Pflanzenarten.
«Damit steht eine wunderbare Naturbühne voller Möglichkeiten, Geschichten und Entwicklungen zur Verfügung.»
750 ha
Projektfläche
2026–2035
Projektdauer
Langenbruck & Waldenburg
Gemeinden
Das Projektgebiet umfasst die Gemeinden Langenbruck und Waldenburg im Kanton Basel-Landschaft — eine vielfältige Landschaft mit Kammern, steilen Hängen und engen Klusen.
Das Projekt fördert gezielt ausgewählte Tier- und Pflanzenarten, die auf diese einzigartige Jura-Landschaft angewiesen sind.

Die Massnahmen dienen einem vielfältigen Landschaftsbild, standortgerechter Landwirtschaft und vernetzten Lebensräumen.




«Hain»
Holzschläge zur Schaffung lückiger, lichter Wälder, die klimafit sind und seltenen Arten neuen Lebensraum bieten.
«Halle»
Förderung von Beständen mit geschlossener Baumkronendecke und offenem Unterwuchs für spezialisierte Arten.
«Grenzbereiche»
Weiche Übergänge von Offenland in den Wald schaffen — auch an Nordhängen für klimabedingte Anpassung.
«Kulisse»
Gezielte Durchforstung von Gehölzen, um landschaftliche Engpässe aufzuweiten und die Vernetzung zu verbessern.
«Flur»
Anreicherung mit Strukturelementen, extensive Beweidung und gestaffelter Schnitt für mehr Artenvielfalt.
«Wasserquellen»
Schutz und Aufwertung von Wasserlebensräumen als entscheidende Treiber der Biodiversität.
«Fluh»
Pflege und Vernetzung seltener Felslebensräume mit ihren spezialisierten Pflanzen- und Tiergemeinschaften.
«Sonderlinge»
Förderung von Biotopbäumen, Artenförderung für Tagfalter, Nisthilfen und Zusammenarbeit mit Schulen.
Der Verein Landschaftsparadies freut sich über Ihr Interesse an unserem Naturschutzprojekt.
Verein Landschaftsparadies
Schwengiweg 3, 4438 Langenbruck
info@landschaftsparadies.chwww.landschaftsparadies.ch